Ehemaliger Diakon der UGCC in Moskau

Geboren 1959 in Moskau. Als russischer Staatsbürger empfing er 1993 bewusst die Heilige Taufe in einer Kirche der Russischen Orthodoxen Kirche im Moskauer Umland. Zehn Jahre lang war er als Kirchenaktivist in der Moskauer Kirche der Heiligen Kosmas und Damian in Schubin tätig; sein geistlicher Vater war der inzwischen verstorbene Priester Georgi Tschistjakow.
Im Jahr 2005 vereinigte er sich mit der Katholischen Kirche, verblieb jedoch im byzantinischen Ritus und besuchte griechisch-katholische Gottesdienste in Moskau. Von 2008 bis 2012 erwarb er mit dem Segen seines Gemeindepfarrers einen zweiten Hochschulabschluss (Bachelor der Theologie) an der Ukrainischen Katholischen Universität in Lwiw (Lemberg). Im Jahr 2015 befasste er sich im Auftrag der Kirchenleitung der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) mit der Registrierung krim-griechisch-katholischer Pfarreien beim Justizministerium der Russischen Föderation. Zu Christi Himmelfahrt 2017 wurde er von Bischof Mychajlo Bubnij, dem Exarchen von Odessa und der Krim, zum Diakon der UGKK geweiht und übte bis Mai 2018 seinen kirchlichen Dienst auf der Krim aus, was in persönlicher Abstimmung mit dem Kulturministerium der Ukraine geschah. Anschließend diente er als Diakon in einer ukrainisch-katholischen Pfarrei in Moskau.
Von Beginn des russisch-ukrainischen Krieges an verurteilte er die russischen Aggressoren in seinen Predigten während der Gottesdienste sowie im Internet über seine Social-Media-Kanäle scharf. Im Jahr 2023 geriet Vater Alexander im Internet ins Visier einer Hetzkampagne russischer kriegsunterstützender „Z-Aktivisten“, die zu seiner Verhaftung und körperlichen Gewalt gegen ihn aufriefen. Daraufhin war er im August 2023 gezwungen, nach Armenien auszureisen. Beamte der russischen Polizei erschienen erst nach seiner Abreise an seiner Meldeadresse, um ihn zu verhaften.